Grundsätzliches

1.  Ästhetik 

“Ästhetik” bedeutet für uns mehr als Kunsttheorie oder das Bemühen um künstlerische Werke. In einer Welt der gewohnheitsmäßig ökonomisch-technischen und nur gelegentlich moralischen Rücksichten fragen wir danach, wie menschliches Leben gelingen kann. Dass ein Leben nicht richtig oder falsch, effektiv oder ineffektiv sein kann, sondern nur „gelungen“ oder „misslungen“, zeigt schon in der Sprache, dass technische und ethische Orientierungen allein nicht ausreichen, um unser Handeln zu leiten. Vollständig wird unsere Orientierung erst aus den Erfahrungen der ästhetischen Korrespondenzen, etwa des Atmosphärischen, der Liebe, der religiösen Betroffenheit, der Erfahrung eigener Kreativität und Präsenz. Für uns ist daher einer Philosophie der Korrespondenzen maßgeblich, in der die Verbindung mit der Kunst, mit Religion, mit kulturanthropologischen Überlegungen und psychologischen Fragen einen Weg Richtung Lebensgelingen zeigen. Diesen Weg zu suchen und zu üben, begreifen wir als eine Form der angewandten Philosophie, die von der Lebensführung bis zu Fragen der Unternehmensführung reicht.

2. “Dienstleistung am Geist“

Der Schnackenhof wurde in der Presse gelegentlich als „Institut für spielerischen Ernst“, als „Festforschungsverein“ oder auch als „Dienstleistung am Geist“ (Der Spiegel) bezeichnet. Wir haben kein Rezept zur Weltverbesserung  und propagieren keine bestimmte Form der Spiritualität, aber wir haben eine Reihe von  Aktivitäten und Übungen entwickelt, die jedem gestatten, seine Antworten auf die Frage nach dem Wozu seines Lebens zu finden. Dazu gehört die Selbstvergewisserung über unsere Sinne, die Verbindung der Bereiche Kunst, Handwerk, Festlichkeit und Alltag, die Bearbeitung von Themen wie Einrichten, Bauen, Zeitstrategie (Carpe Diem) Essen, Philosophie des Gartens aber auch Erfahrungs- und Übungsformen wie Yoga, Feldenkrais, Meditation, Thai Chi und Tanz.

3. Philosophie für Kreative

Die „Philosophie für Kreative“ ist eine über den Kreis der Aktivitäten des Schnackenhofs  hinausreichende Reise- und Seminarpraxis für Jedermann, bei der das philosophische Gespräch, Kunst und festliches Zusammensein an besonderen Orten – meist in schönen Gärten – miteinander verbunden werden. Die Seminare fanden bisher im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf, im Schloß Steinhöfel, am Gardasee (regelmäßig) auf Teneriffa ( www.Mariposa-projekt.de)  und in Prag statt.  Das Ziel dieser Seminare ist einerseits Wissensvermittlung, vor allem aber die Verbindung von Philosophie bildender Kunst, Musik, Gesprächskultur und Körperarbeit, so dass ein ideales Zusammensein ermöglicht wird, das uns und unseren Alltag am Ende wirklich verändern kann.

Für die Orte, die wir wählen, zählt nicht der gebotene Luxus oder die technische Ausrüstung, sondern eher das ästhetisch, historisch oder literarisch Bedeutsame. Die „Übungen“, die wir  in Ergänzung zu Seminaren, Exkursionen und Konzerten wählen, reichen von Yoga (Ramona Faltin) über Feldenkrais (Christoph Daenstedt, Berlin) Meditation (Undine Stier) bis zu den Palintonos-Übungen (Gustav v. Campe)  (Info. hier) und anderer.

Anmeldungen und digitale Ansichten von Flyern: hier (wird bearbeitet)

Rückfragen per mail (Seminarleitung) ReinhardKnodt@gmail.com  oder direkt im Schnackenhof  0911 5064906 (Undine Stier)