Wer wir sind:

1. Die Aktiven des Schnackenhofs  sind Freunde der interkulturellen Begegnung, der Philosophie und der Kunst,  Schriftsteller und Journalisten, Religions- und Kulturwissenschaftler, Angehörige verschiedener Akademien, Musikhochschulen und Universitäten aus ganz Deutschland, der Türkei, England, Marokko, Japan und Indien,  sowie philosophiebegeisterte Unternehmer, die die Schnackenhofgesellschaft stützen. Auf unseren Treffen setzen wir Weisheitsfragen einer universitären  Wissenskultur entgegen und Bildungsfragen einer einseitigen Ausbildungskultur. Wir ziehen das Zusammensein dem Kult des Ichs und des Privaten vor, lernen alte und entwickeln neue Formen des Zusammenseins. 

2. Unsere Überzeugung: Die Qualität sinnvollen Lebens kann sich nur in der Begegnung und in der Haltung spielerischen Ernstes entfalten und nicht in einem zweckoptimierenden System, oder in den heute allenthalben propagierten Glücks- und Selbstverwirklichungsmoden. Das Wesentliche eines gelingenden Lebens entfaltet sich auch nicht im möglichst hohen „output“ von Zufriedenheit, Gesundheit oder Erlebnisfülle,  sondern in gelingender Korrespondenz, also im Geschehen des schöpferischen Miteinanders, in der Begeisterung und in der Suche nach bedeutungsvollem Zusammensein.

3. Die Formen: Wir verbinden Musik, bildende Kunst und Literatur zu besonderen Festformen vom „Maientanz“ (Volkstanzgruppen der Region) über den „Kaffee für Witwen und Waisen“ (Ausstellung mit Kaffeetafel für Senioren) über das Sonnwendfest (mit Fragen der Kosmologie) bis zu bestimmten Formen der „Bildungsreise“(Philosophie für Kreative). Wir laden Philosophen, Künstler, Wissenschaftler und Redner verschiedenster Herkunft und Profession ein. jede Woche trifft sich ein Meditationskreis,  jeden Monat gibt es ein „Philoquium“, auf dem Grundfragen der Korrespondenzphilosophie erörtert werden. Jedes Jahr im August verwandelt sich das Gelände einmal über mehrere Tage in einen Garten der Philosophie, in dem internationale Teilnehmer das Thema einer „Philosophie der Kulturen“ behandeln und versuchsweise zusammen leben. Thema 2018:  „Landschaft der Bildung – Bildung der Landschaft.“ (vgl. Videos)

4. Wir nehmen Stipendiaten auf – früher in Zusammenarbeit mit der Nürnberger Akademie f. bildende Künste (Polen), jetzt aus dem Fergusson-College (Mumbay, Indien) – und aus Columbien (zur Zeit). Eine Kooperation mit der Stadt Nürnberg und deren Partnerstadt Charkiv (Ukraine) ist in Vorbereitung.  Wir unterstützen junge Kreative aus aller Welt durch verbilligte Aufenthaltsmöglichkeiten, Stipendien und Integrationshilfen.

 

GRUNDSÄTZE:

A.Das Primat der Ästhetik 

Dass ein Leben nicht richtig oder falsch, effektiv oder ineffektiv sein kann, sondern nur „gelungen“ oder „misslungen“, zeigt schon in der Sprache, dass technische und ethische Orientierungen allein nicht ausreichen, um unser Handeln zu leiten. Vollständig wird unsere Orientierung erst aus ästhetischen Erfahrungen heraus, etwa des Atmosphärischen, der Liebe, der religiösen Betroffenheit, der Erfahrung der eigenen Kreativität oder der Präsenz (das Gespräch als Verewigung des Augenblicks, die Stille, gelingende Korrespondenz…). Für uns ist daher eine Philosophie maßgeblich, in der die Verbindung von Kunst, Religion, kulturanthropologischen und psychologischen Fragen einen Weg in Richtung Lebensgelingen zeigt. Nicht der Fortschritt, sondern Fortschritt zur Weisheit ist der Zweck des Schnackenhofs.

B. “Dienstleistung am Geist“

Der Schnackenhof wurde in der Presse als „Institut für spielerischen Ernst“, als „Festforschungsverein“ oder auch als „Dienstleistung am Geist“ (Der Spiegel) bezeichnet. Wir haben kein Rezept zur Weltverbesserung  und propagieren keine bestimmte Form der Spiritualität, aber wir haben eine Reihe von Aktivitäten und Übungen entwickelt, die Jedem gestatten, seine Antworten auf die Frage nach dem Wozu seines Lebens zu finden. Dazu gehört die Selbstvergewisserung über unsere Sinne, die Verbindung der Bereiche Kunst, Handwerk, Festlichkeit und Alltag, die Bearbeitung von Themen wie Einrichten, Bauen, Zeitstrategie (Carpe Diem) Essen, Philosophie des Gartens aber auch Erfahrungs- und Übungsformen wie Yoga, Feldenkrais, Meditation, Thai Chi und Tanz.

C. Philosophie für Kreative

Die „Philosophie für Kreative“ ist eine Reise- und Seminarpraxis, bei der das philosophische Gespräch, Kunst und festliches Zusammensein an besonderen Orten – meist in schönen Gärten – miteinander verbunden werden. Die Seminare fanden bisher im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf, im Schloss Steinhöfel, am Gardasee (regelmäßig) auf Teneriffa ( www.Mariposa-projekt.de)  und in Prag statt.  Das Ziel dieser Seminare ist die Verbindung von Philosophie, bildender Kunst, Musik, Gesprächskultur und Körperarbeit, so dass ein ideales Zusammensein ermöglicht wird, das uns wirklich verändern kann.

Für die Orte, die wir wählen, zählt nicht der gebotene Luxus oder die technische Ausrüstung, sondern das ästhetisch, historisch oder literarisch Bedeutsame. Die „Übungen“, die wir  in Ergänzung zu den Seminaren, Exkursionen und Konzerten wählen, reichen von Yoga (Ramona Faltin) über Feldenkrais (Christoph Daenstedt, Berlin) Meditation (Undine Stier) bis zu den Palintonos-Übungen (Gustav v. Campe)  (Info. hier)

Rückfragen per mail an ReinhardKnodt@gmail.com oder Mi.Moritz@arcor.com (Leitung)  oder im Tagungshaus: 0911 5064906 (Undine Stier/ Barbara Kastura).